Mehr Evidenz in der Cannabis-Therapie!

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22 Apr 2025

Mehr Evidenz in der Cannabis-Therapie!

Fünf Jahre nach Inkrafttreten des „Cannabis-als-Medizin-Gesetzes“ bleibt der Zugang zu einer medizinischen Cannabis-Therapie für viele Patient:innen schwierig. Bloomwell reagiert darauf mit einer neuen Evidenz-Initiative, dem Ausbau von Forschungspartnerschaften und der gezielten Erweiterung seines Therapiezentrum-Netzwerks.

Das Wichtigste auf einen Blick
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  • Evidenz-Initiative: Bloomwell stellt anonymisierte Patientendaten für universitäre Forschungsprojekte bereit.
  • Versorgungsdefizite: Trotz Gesetzeslage bleibt der Zugang zu Cannabis-Therapien eingeschränkt.
  • Netzwerkausbau: Neue Therapiezentren stärken die bundesweite Patientenversorgung.

Bloomwell startet Evidenz-Initiative

Bloomwell, die bundesweit erste und führende Plattform für eine telemedizinisch unterstützte und evidenz-basierte ärztliche Behandlung mit medizinischem Cannabis, kündigt den Start einer neuen Evidenz-Initiative an.

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Über gezielte Forschungspartnerschaften mit universitären Einrichtungen stellt das Unternehmen anonymisierte Patientendaten aus laufenden Cannabis-Therapien zur wissenschaftlichen Auswertung zur Verfügung. 

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Die Ergebnisse sollen in medizinisch-wissenschaftlichen Fachzeitschriften publiziert und auf internationalen Kongressen vorgestellt werden.

Fokus auf Depression und neuropathische Schmerzen

Das erste Forschungsprojekt widmet sich der Volkskrankheit Depression, von der laut Bundesgesundheitsministerium 16–20 % der Bevölkerung mindestens einmal im Leben betroffen sind.

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Bloomwell stellt hierfür anonymisierte Daten von 65 Patient:innen mit chronischer Depression bereit.

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Ein weiteres Projekt mit einem norddeutschen Universitätsklinikum untersucht chronische neuropathische Schmerzen anhand von zunächst 100 Patient:innen, bei denen eine ärztliche Cannabis-Therapie nach erfolglosen Vorbehandlungen eingesetzt wurde.

Zugang zur Cannabis-Therapie weiterhin problematisch

Fünf Jahre nach der Gesetzesänderung bleibt die Versorgungslage aus Sicht von Bloomwell deutlich hinter dem Potenzial zurück.

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Weniger als 2 % der Ärzt:innen verordnen medizinisches Cannabis, und nur wenige Apotheken verfügen über entsprechende Erfahrung oder Lagerbestände. Dem stehen hunderttausende Cannabis-Verordnungen gegenüber, verglichen mit Millionen Opioid-Verschreibungen jährlich.

Legalisierung 2.0 – offene Fragen

Mit Blick auf die geplante Legalisierung von Cannabis zum Freizeitkonsum fordert Bloomwell, die Erfahrungen aus der medizinischen Versorgung stärker zu berücksichtigen.

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Diskutiert werden unter anderem:

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  • Qualifikation des Verkaufspersonals
  • Produktverfügbarkeit und Qualität
  • rechtliche Unsicherheiten für Patient:innen, etwa im Straßenverkehr

Netzwerk an Therapiezentren gezielt ausgeweitet

Zur Verbesserung der Versorgung baut Bloomwell sein bundesweites Netzwerk spezialisierter Therapiezentren weiter aus.

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Mit den Neueröffnungen in Münster und Passau umfasst das Netzwerk nun 20 Standorte in Deutschland.

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Nach einem persönlichen Erstgespräch vor Ort kann die weitere Therapie, sofern ärztlich vertretbar, per Videosprechstunde erfolgen.

Quellenangaben

[1] Müller A. & Karkowsky S. (2021). „Es gibt keine Argumente mehr für die Prohibition“. Legalisierung von Cannabis. Andreas Müller im Gespräch mit Stephan Karkowsky: In: Deutschlandfunk Kultur.

 

[2] Müller A. & Karkowsky S. (2021). „Es gibt keine Argumente mehr für die Prohibition“. Legalisierung von Cannabis. Andreas Müller im Gespräch mit Stephan Karkowsky: In: Deutschlandfunk Kultur.

 

[3] Müller-Vahl, K. R., & Grotenhermen, F. (2020). Cannabis und Cannabinoide: in der Medizin. MWV.

 

[4] Delvaux de Fenffe G. Hanf - Pflanzen. In: Planet Wissen.

Autor

Dr. Julian Wichmann

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