
Beschwerden

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) wird häufig mit Kindern in Verbindung gebracht. Tatsächlich begleitet die Erkrankung viele Betroffene jedoch bis ins Erwachsenenalter. Schwierigkeiten mit Konzentration, Impulsivität oder innerer Unruhe können sich auf Beruf, Beziehungen und den Alltag auswirken.
Die Behandlung von ADHS basiert auf verschiedenen Bausteinen. Neben Psychoedukation, Verhaltenstherapie und etablierten Medikamenten wird auch untersucht, welche Rolle medizinisches Cannabis bei bestimmten Patient:innen spielen könnte.
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine neurobiologische Entwicklungsstörung. Sie äußert sich vor allem durch Probleme in den Bereichen Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Selbstregulation.
Typische Symptome können sein:
Nicht alle Betroffenen zeigen dieselben Symptome. Während bei einigen die Hyperaktivität im Vordergrund steht, leiden andere vor allem unter Konzentrationsproblemen oder innerer Unruhe.
Die Behandlung richtet sich nach dem individuellen Beschwerdebild und dem Schweregrad der Symptome.
Zu den etablierten Therapieansätzen gehören:
Welche Therapie sinnvoll ist, sollte immer gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt entschieden werden.
Medizinisches Cannabis gilt derzeit nicht als Standardtherapie bei ADHS.
In bestimmten Fällen kann eine Cannabis-Therapie jedoch ärztlich geprüft werden – beispielsweise bei erwachsenen Patient:innen, wenn etablierte Behandlungen nicht ausreichend wirken, nicht vertragen werden oder zusätzliche Beschwerden bestehen.
Eine Therapie mit medizinischem Cannabis zielt nicht darauf ab, ADHS zu heilen. Sie kann in Einzelfällen dazu beitragen, bestimmte Symptome zu beeinflussen oder die subjektive Belastung im Alltag zu reduzieren.
Im Fokus stehen dabei insbesondere:
Medizinisches Cannabis enthält verschiedene Wirkstoffe, insbesondere THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol).
THC wird unter anderem hinsichtlich seiner Wirkung auf innere Unruhe, Impulsivität und emotionale Anspannung untersucht. CBD steht vor allem im Zusammenhang mit möglichen beruhigenden Eigenschaften im Fokus der Forschung.
Die wissenschaftliche Datenlage zu Cannabis bei ADHS ist derzeit noch begrenzt. Erste kleinere Studien und Fallberichte deuten darauf hin, dass einzelne Erwachsene von einer Cannabis-Therapie profitieren könnten. Gleichzeitig sind weitere hochwertige Studien notwendig, um Nutzen und Risiken besser beurteilen zu können.
Einige erwachsene Patient:innen berichten von Verbesserungen hinsichtlich Konzentration, Impulsivität oder emotionaler Belastung. Die Erfahrungen sind jedoch sehr individuell und lassen sich nicht auf alle Betroffenen übertragen.
Wichtig ist, dass eine Therapie regelmäßig ärztlich begleitet und überprüft wird, um Nutzen und mögliche Risiken sorgfältig abzuwägen.
Falls eine Cannabis-Therapie ärztlich in Betracht gezogen wird, erfolgt die Dosierung individuell und schrittweise.
Dabei werden unter anderem berücksichtigt:
Eine eigenständige Anpassung der Dosierung sollte nicht erfolgen.
Wie jedes verschreibungspflichtige Arzneimittel kann auch medizinisches Cannabis Nebenwirkungen verursachen.
Mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem:
THC-haltige Präparate können zudem die Reaktionsfähigkeit beeinflussen.
Besonders wichtig ist die sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung bei ADHS, da einzelne Patient:innen unterschiedlich auf Cannabinoide reagieren können. Nicht jede Person profitiert gleichermaßen von einer Cannabis-Therapie.
Wenn du prüfen möchtest, ob medizinisches Cannabis für dich infrage kommt, kannst du den Prozess digital über Bloomwell starten.
Nein. Zu den etablierten Behandlungsansätzen gehören Psychoedukation, Verhaltenstherapie und zugelassene Medikamente. Medizinisches Cannabis kann in bestimmten Fällen ergänzend ärztlich geprüft werden.
Einige Erwachsene berichten über positive Effekte auf Konzentration und Aufmerksamkeit. Die wissenschaftliche Evidenz hierzu ist derzeit jedoch begrenzt und weitere Forschung notwendig.
THC und CBD werden hinsichtlich unterschiedlicher Wirkmechanismen untersucht. Welche Wirkstoffzusammensetzung infrage kommt, hängt vom individuellen Beschwerdebild und der ärztlichen Einschätzung ab.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Bestehende Therapien sollten niemals eigenständig abgesetzt oder verändert werden. Ob eine Cannabis-Therapie sinnvoll ist, sollte immer individuell ärztlich geprüft werden.
Eine Therapie wird vor allem bei Erwachsenen diskutiert, wenn etablierte Behandlungen nicht ausreichend wirken oder nicht vertragen werden. Die Entscheidung erfolgt immer individuell nach ärztlicher Prüfung.
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Bei uns erhältst du ein Gratis Rezept oder kannst auf die ausführliche Beratung unserer Ärzte per Videosprechstunde oder Vor-Ort-Termin zugreifen.
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Die Frage
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(1) Cooper RE,Williams E, Seegobin S, Tye C, Kuntsi J, Asherson P. Cannabinoids inattention-deficit/hyperactivity disorder: A randomised-controlled trial. European Neuropsychopharmacology. August 2017;27(8):795–808.
(2) Loflin M, Earleywine M, De Leo J, Hobkirk A. Subtypes of AttentionDeficit-Hyperactivity Disorder (ADHD) and Cannabis Use. Substance Use &Misuse. 21. Marz 2014;49(4):427–34.



