
Beschwerden

Epilepsie kann den Alltag erheblich beeinflussen. Viele Betroffene leben mit der Unsicherheit, wann der nächste Anfall auftritt. Gleichzeitig können Nebenwirkungen bestehender Medikamente oder weiterhin auftretende Anfälle die Lebensqualität einschränken.
Dank moderner Therapien lassen sich viele Formen der Epilepsie heute gut behandeln. Neben etablierten Antiepileptika wird auch der Einsatz von Cannabinoiden wissenschaftlich untersucht – insbesondere bei bestimmten therapieresistenten Epilepsieformen.
Viele Epilepsien lassen sich gut behandeln
Für die meisten Patient:innen stehen wirksame Medikamente zur Verfügung, mit denen Anfälle deutlich reduziert oder vollständig kontrolliert werden können.
Cannabis ist keine Erstlinientherapie
Medizinisches Cannabis gehört nicht zu den Standardtherapien bei Epilepsie. In bestimmten Situationen kann jedoch geprüft werden, ob eine ergänzende Behandlung sinnvoll ist.
Die beste Evidenz gibt es für CBD
Insbesondere für bestimmte seltene und therapieresistente Epilepsieformen liegen hochwertige Studien zu Cannabidiol (CBD) vor.
Eine individuelle ärztliche Bewertung ist unverzichtbar
Da Wechselwirkungen mit Antiepileptika möglich sind, sollte eine mögliche Cannabis-Therapie immer fachärztlich begleitet werden.

Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, bei der es zu wiederkehrenden epileptischen Anfällen kommt. Diese entstehen durch vorübergehende Störungen der elektrischen Aktivität im Gehirn.
Die Symptome können sehr unterschiedlich ausfallen:
Art, Dauer und Schwere der Anfälle unterscheiden sich von Person zu Person.

Die Behandlung richtet sich nach der jeweiligen Epilepsieform und den individuellen Beschwerden.
Zu den etablierten Therapieoptionen gehören:
Nicht jede Therapie eignet sich für jede Form der Erkrankung. Die Auswahl erfolgt immer individuell.

Die Forschung untersucht seit vielen Jahren die Rolle von Cannabinoiden bei Epilepsie.
Besonders bei bestimmten seltenen und therapieresistenten Epilepsieformen konnten positive Effekte von CBD-haltigen Arzneimitteln gezeigt werden.
Mögliche Therapieziele können sein:
Eine Cannabis-Therapie ersetzt jedoch nicht automatisch bestehende Antiepileptika und sollte immer ärztlich begleitet werden.

CBD (Cannabidiol) ist der am besten untersuchte Wirkstoff aus der Cannabispflanze im Zusammenhang mit Epilepsie.
Forschende gehen davon aus, dass CBD verschiedene Signalwege im Nervensystem beeinflusst, die an der Entstehung epileptischer Anfälle beteiligt sein können.
THC wird ebenfalls untersucht, spielt jedoch in der wissenschaftlichen Evidenzlage derzeit eine deutlich geringere Rolle als CBD.
Welche Wirkstoffkombination im Einzelfall sinnvoll sein könnte, sollte immer individuell ärztlich bewertet werden.

Gute Evidenz bei bestimmten Epilepsieformen
Mehrere hochwertige klinische Studien konnten zeigen, dass CBD bei bestimmten therapieresistenten Epilepsieformen die Anfallshäufigkeit reduzieren kann.
Ergänzung bestehender Therapien
Die meisten Untersuchungen bewerten Cannabinoide als Zusatztherapie zu bestehenden antiepileptischen Behandlungen.
Weitere Forschung notwendig
Ob und für welche Patientengruppen Cannabis-basierte Arzneimittel langfristig sinnvoll sind, wird weiterhin intensiv untersucht.

Wie jedes Arzneimittel können auch Cannabis-basierte Medikamente Nebenwirkungen verursachen.
Mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem:
Besonders wichtig sind mögliche Wechselwirkungen mit bestehenden Antiepileptika. Deshalb sollten Patient:innen eine Therapie niemals eigenständig beginnen oder verändern.

Wenn du wissen möchtest, welche Behandlungsmöglichkeiten für deine persönliche Situation infrage kommen, kannst du über Bloomwell eine ärztliche Einschätzung erhalten.
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Du dokumentierst deine Diagnose, bisherige Therapien und Beschwerden.
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Individuelle Therapieentscheidung
Gemeinsam wird geprüft, ob eine Cannabis-Therapie in deiner Situation medizinisch sinnvoll sein könnte.
Digitale Versorgung
Bei entsprechender Indikation kann ein Rezept ausgestellt und an eine spezialisierte Apotheke übermittelt werden.
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Nein. Epilepsie kann durch Cannabis nicht geheilt werden. Ziel einer Behandlung ist die Kontrolle oder Reduktion von Anfällen sowie die Verbesserung der Lebensqualität.
CBD ist der am besten untersuchte Cannabinoid-Wirkstoff bei Epilepsie und wird insbesondere bei bestimmten therapieresistenten Formen erforscht und eingesetzt.
In bestimmten Fällen ja. Ob dies sinnvoll ist, sollte immer gemeinsam mit behandelnden Ärzt:innen entschieden werden.
Ja. Einige Cannabinoide können die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen. Deshalb ist eine ärztliche Begleitung besonders wichtig.
Die Entscheidung erfolgt individuell und berücksichtigt unter anderem die Epilepsieform, bisherige Behandlungen, Begleiterkrankungen und mögliche Risiken.
Kostenloses Rezept möglich!
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