
Beschwerden

Wer regelmäßig Migräne erlebt, kennt das Gefühl: Pläne werden abgesagt, Termine verschoben und der Alltag richtet sich nach der nächsten Attacke. Die Schmerzen selbst sind oft nur ein Teil der Belastung. Viele Betroffene kämpfen zusätzlich mit Übelkeit, Lichtempfindlichkeit oder der ständigen Sorge vor dem nächsten Anfall.
Die gute Nachricht: Heute stehen verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung, um Migräne zu behandeln und die Zahl der Attacken zu reduzieren. Neben etablierten Behandlungsansätzen wird auch untersucht, welche Rolle medizinisches Cannabis für einzelne Patient:innen spielen könnte.
Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die sich durch wiederkehrende Schmerzattacken äußert. Anders als klassische Kopfschmerzen geht Migräne häufig mit weiteren Symptomen einher und kann die Lebensqualität erheblich einschränken.
Typische Beschwerden sind:
Die Häufigkeit und Intensität der Attacken unterscheiden sich von Person zu Person deutlich.
Die Behandlung orientiert sich daran, wie häufig die Attacken auftreten und wie stark sie den Alltag beeinträchtigen.
Zu den etablierten Therapieoptionen gehören:
Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, individuelle Auslöser wie Stress, Schlafmangel oder bestimmte Nahrungsmittel zu identifizieren.
Medizinisches Cannabis gehört aktuell nicht zu den Standardtherapien bei Migräne.
Dennoch gibt es Patient:innen, die trotz verschiedener Behandlungsansätze weiterhin stark belastet sind. In solchen Fällen kann gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt geprüft werden, ob eine Cannabis-Therapie als ergänzende Option infrage kommt.
Dabei stehen häufig Beschwerden im Mittelpunkt wie:
Wichtig ist: Eine Cannabis-Therapie ersetzt nicht automatisch andere Behandlungen, sondern wird individuell in das Gesamtkonzept eingeordnet.
Die bekanntesten Wirkstoffe der Cannabispflanze sind THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol).
THC wird unter anderem im Zusammenhang mit Schmerzverarbeitung und Übelkeit untersucht. CBD steht insbesondere wegen möglicher entzündungsmodulierender Eigenschaften im Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen.
Welches Wirkstoffprofil geeignet sein könnte, hängt von vielen Faktoren ab – darunter die Art der Beschwerden, Begleiterkrankungen und bisherige Therapieerfahrungen.
Die Forschung zu medizinischem Cannabis bei Migräne entwickelt sich kontinuierlich weiter.
Einige Studien und Beobachtungsdaten deuten darauf hin, dass Cannabinoide bei einzelnen Patient:innen Einfluss auf die Häufigkeit oder Intensität von Migräneattacken haben könnten. Gleichzeitig ist die wissenschaftliche Evidenz bislang begrenzt und nicht ausreichend, um allgemeingültige Empfehlungen abzuleiten.
Deshalb sollte eine mögliche Cannabis-Therapie immer auf Grundlage einer individuellen ärztlichen Bewertung erfolgen.
Menschen mit Migräne berichten sehr unterschiedlich über ihre Erfahrungen mit medizinischem Cannabis. Während einige eine Veränderung bestimmter Symptome wahrnehmen, berichten andere von keiner spürbaren Verbesserung.
Wie gut eine Therapie wirkt, hängt unter anderem von der individuellen Erkrankungssituation, dem gewählten Präparat und der Dosierung ab.
Sollte eine Cannabis-Therapie ärztlich in Betracht gezogen werden, erfolgt die Einstellung in der Regel schrittweise.
Dabei werden verschiedene Faktoren berücksichtigt:
Ziel ist es, gemeinsam die für die jeweilige Situation passende Therapie zu finden und regelmäßig zu überprüfen.
Auch medizinisches Cannabis ist nicht frei von Nebenwirkungen.
Je nach Wirkstoff, Dosierung und individueller Veranlagung können beispielsweise auftreten:
Insbesondere THC-haltige Präparate können Auswirkungen auf Reaktionsvermögen und Fahrtüchtigkeit haben.
Ob die möglichen Vorteile einer Therapie die Risiken überwiegen, sollte deshalb immer gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt beurteilt werden.
Wenn du herausfinden möchtest, welche Therapieoptionen bei deiner Migräne infrage kommen, kannst du den digitalen Behandlungsprozess über Bloomwell starten.
1. Beschwerden dokumentieren
Zunächst schilderst du deine Symptome, bisherige Behandlungen und relevante Vorerkrankungen.
2. Medizinische Einschätzung erhalten
Ein Kooperationsarzt prüft deine Angaben und bespricht im Rahmen einer Videosprechstunde mögliche Behandlungswege.
3. Individuelle Therapieentscheidung
Sofern medizinisch sinnvoll, kann gemeinsam ein passendes Behandlungskonzept erstellt werden.
4. Digitale Rezeptabwicklung
Bei entsprechender Indikation kann ein elektronisches Rezept ausgestellt und an eine spezialisierte Apotheke übermittelt werden.
Medizinisches Cannabis gehört derzeit nicht zu den Standardtherapien bei Migräne. In bestimmten Fällen kann es jedoch als ergänzende Behandlungsoption ärztlich geprüft werden.
Ob Cannabinoide Einfluss auf die Häufigkeit von Migräneattacken haben, wird derzeit wissenschaftlich untersucht. Die Ergebnisse sind bislang nicht eindeutig.
THC wird unter anderem im Zusammenhang mit Schmerzverarbeitung und migränebedingter Übelkeit erforscht. Ob eine Therapie sinnvoll ist, sollte individuell beurteilt werden.
Triptane gehören weiterhin zu den etablierten Akuttherapien bei Migräne. Ob eine Cannabis-Therapie zusätzlich oder alternativ infrage kommt, hängt von der individuellen Situation ab.
Vor allem für Patient:innen, die trotz verschiedener Behandlungsansätze weiterhin unter einer hohen Belastung leiden oder bestehende Therapien nicht vertragen.
Kostenloses Rezept möglich!
Wir sind Bloomwell - deine App für medizinisches Cannabis.
Bei uns erhältst du ein Gratis Rezept oder kannst auf die ausführliche Beratung unserer Ärzte per Videosprechstunde oder Vor-Ort-Termin zugreifen.
Alles bequem und per App möglich.

Die Frage
Bei Bloomwell kannst du Cannabis-Patient werden, dein Rezept einlösen und unseren Live-Bestand prüfen
– eine große Übersicht an Blüten aus deutschen Apotheken mit Informationen zu jedem Strain.
(1) Sexton M, Cuttler C, Finnell JS, Mischley LK. A Cross-Sectional Survey of Medical Cannabis Users: Patterns of Use and Perceived Efficacy. Cannabis Cannabinoid Res. 2016 Jun 1;1(1):131-138. doi: 10.1089/can.2016.0007. PMID: 28861489; PMCID: PMC5549439.
(2) de Mello Schier AR, de Oliveira Ribeiro NP, Coutinho DS, Machado S, Arias-Carrión O, Crippa JA, Zuardi AW, Nardi AE, Silva AC. Antidepressant-like and anxiolytic-like effects of cannabidiol: a chemical compound of Cannabis sativa. CNS Neurol Disord Drug Targets. 2014;13(6):953-60. doi: 10.2174/1871527313666140612114838. PMID: 24923339.
(3) Stefania Bonaccorso, Angelo Ricciardi, Caroline Zangani, Stefania Chiappini, Fabrizio Schifano, Cannabidiol (CBD) use in psychiatric disorders: A systematic review, NeuroToxicology, Volume 74, 2019, Pages 282-298, ISSN 0161-813X
(4) Hoch E, Niemann D, von Keller R, Schneider M, Friemel CM, Preuss UW, Hasan A, Pogarell O. How effective and safe is medical cannabis as a treatment of mental disorders? A systematic review. Eur Arch Psychiatry Clin Neurosci. 2019 Feb;269(1):87-105. doi: 10.1007/s00406-019-00984-4. Epub 2019 Jan 31. Erratum in: Eur Arch Psychiatry Clin Neurosci. 2019 Apr 5;: PMID: 30706168; PMCID: PMC6595000



