
Beschwerden

Belastende Erinnerungen, Schlafstörungen, innere Anspannung oder wiederkehrende Albträume können den Alltag von Menschen mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) erheblich beeinträchtigen. Viele Betroffene fühlen sich dauerhaft angespannt oder erleben Situationen, die sie ungewollt an das belastende Ereignis erinnern.
Heute stehen verschiedene Behandlungsansätze zur Verfügung. Neben psychotherapeutischen Verfahren und medikamentösen Therapien wird auch untersucht, welche Rolle medizinisches Cannabis bei bestimmten Symptomen spielen könnte.
Psychotherapie ist die wichtigste Behandlungsgrundlage
Traumafokussierte Psychotherapien gelten als zentrale Behandlungsmethode bei PTBS und werden in aktuellen Leitlinien empfohlen.
Schlaf und Lebensqualität im Fokus
Belastende Schlafstörungen und Albträume gehören zu den häufigsten Beschwerden bei PTBS und können die Lebensqualität erheblich einschränken.
Medizinisches Cannabis ist keine Standardtherapie
Cannabis gehört derzeit nicht zu den leitliniengerechten Standardbehandlungen einer PTBS. In bestimmten Fällen kann jedoch geprüft werden, ob eine ergänzende Therapie sinnvoll sein könnte.
Individuelle ärztliche Bewertung ist entscheidend
Ob medizinisches Cannabis infrage kommt, hängt von der persönlichen Situation, bisherigen Behandlungen und möglichen Risiken ab.

Eine PTBS kann nach außergewöhnlich belastenden oder traumatischen Ereignissen entstehen. Nicht jede Person entwickelt nach einem Trauma eine PTBS, doch bei manchen Betroffenen halten die Beschwerden über längere Zeit an und beeinträchtigen den Alltag erheblich.
Typische Symptome sind:
Die Ausprägung der Symptome kann von Person zu Person unterschiedlich sein.

Die Behandlung richtet sich nach den individuellen Beschwerden und der persönlichen Lebenssituation.
Zu den etablierten Therapieansätzen gehören:
Welche Behandlung sinnvoll ist, sollte immer gemeinsam mit qualifizierten Ärzt:innen oder Psychotherapeut:innen entschieden werden.

Medizinisches Cannabis gilt aktuell nicht als Standardtherapie bei PTBS.
In bestimmten Situationen kann jedoch ärztlich geprüft werden, ob eine ergänzende Behandlung sinnvoll sein könnte – insbesondere dann, wenn belastende Begleitsymptome bestehen oder etablierte Therapien nicht ausreichend helfen.
Dabei stehen häufig Beschwerden im Vordergrund wie:
Eine mögliche Cannabis-Therapie sollte immer in ein umfassendes Behandlungskonzept eingebettet werden.

Die bekanntesten Wirkstoffe der Cannabispflanze sind THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol).
Forschende untersuchen derzeit mögliche Zusammenhänge zwischen dem Endocannabinoid-System und Prozessen wie:
Welche Wirkstoffzusammensetzung infrage kommen könnte, hängt von der individuellen Situation und der ärztlichen Einschätzung ab.

Die wissenschaftliche Datenlage zu Cannabis bei PTBS entwickelt sich weiter, ist jedoch noch begrenzt.
Schlaf und Albträume
Einige Studien und Beobachtungsdaten deuten darauf hin, dass bestimmte Cannabinoide bei einzelnen Patient:innen mit PTBS mit Verbesserungen von Schlafqualität und Albtraumbelastung verbunden sein könnten.
Belastung im Alltag
Darüber hinaus untersuchen Forschende, ob sich bestimmte Symptome wie Anspannung oder subjektive Belastung durch eine Cannabis-Therapie verändern können.
Begrenzte Evidenz
Die bisherigen Ergebnisse sind nicht eindeutig. Viele Studien basieren auf kleinen Fallzahlen oder Beobachtungsdaten. Deshalb reichen die aktuellen Erkenntnisse nicht aus, um Cannabis allgemein als PTBS-Therapie zu empfehlen.
Weitere hochwertige klinische Studien sind erforderlich.

Viele Menschen mit PTBS erleben ihre größte Belastung nachts.
Häufige Beschwerden sind:
Deshalb steht bei vielen Behandlungsansätzen die Verbesserung der Schlafqualität im Vordergrund.

Wie jedes verschreibungspflichtige Arzneimittel kann auch medizinisches Cannabis Nebenwirkungen verursachen.
Mögliche Nebenwirkungen umfassen unter anderem:
Gerade bei psychischen Erkrankungen ist eine sorgfältige ärztliche Begleitung besonders wichtig.
In einzelnen Fällen können THC-haltige Präparate unerwünschte Auswirkungen auf Angst, Stimmung oder psychisches Befinden haben. Deshalb sollte vor Beginn einer Therapie immer eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.

Wenn du herausfinden möchtest, welche Therapieoptionen für deine Situation infrage kommen, kannst du den digitalen Behandlungsprozess über Bloomwell starten.
Beschwerden dokumentieren
Du schilderst deine Symptome, Diagnosen und bisherigen Behandlungen.
Ärztliche Einschätzung erhalten
Ein Kooperationsarzt prüft deine Angaben und bespricht mit dir mögliche Therapieoptionen.
Individuelle Therapieentscheidung
Gemeinsam wird bewertet, ob eine Cannabis-Therapie in deiner persönlichen Situation sinnvoll sein könnte.
Digitale Versorgung
Bei entsprechender medizinischer Indikation kann ein elektronisches Rezept ausgestellt und an eine spezialisierte Apotheke übermittelt werden.
Nein. Zu den etablierten Behandlungen zählen insbesondere traumafokussierte Psychotherapien. Medizinisches Cannabis kann in bestimmten Fällen als ergänzende Therapieoption geprüft werden.
Nein. Eine Cannabis-Therapie ersetzt keine Psychotherapie und sollte nicht als alleinige Behandlung einer PTBS verstanden werden.
In bestimmten Fällen kann eine Cannabis-Therapie bei belastenden Schlafproblemen oder Albträumen ärztlich geprüft werden. Ob dies sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation ab.
Forschende untersuchen derzeit mögliche Zusammenhänge mit Schlaf, Stressverarbeitung und emotionaler Belastung. Die wissenschaftliche Datenlage entwickelt sich weiterhin.
Die Entscheidung erfolgt immer individuell und berücksichtigt unter anderem die Beschwerden, bisherige Therapien, Begleiterkrankungen und mögliche Risiken.
Kostenloses Rezept möglich!
Wir sind Bloomwell - deine App für medizinisches Cannabis.
Bei uns erhältst du ein Gratis Rezept oder kannst auf die ausführliche Beratung unserer Ärzte per Videosprechstunde oder Vor-Ort-Termin zugreifen.
Alles bequem und per App möglich.

Die Frage
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