
Beschwerden

Frauengesundheit ist komplex. Viele Beschwerden entstehen nicht isoliert, sondern stehen mit hormonellen Veränderungen, Entzündungsprozessen oder chronischen Schmerzen in Zusammenhang. Erkrankungen wie Endometriose oder PMOS (früher PCOS), starke Menstruationsbeschwerden oder Symptome der Wechseljahre können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Für viele dieser Beschwerden stehen etablierte medizinische Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Gleichzeitig wird zunehmend untersucht, welche Rolle medizinisches Cannabis bei bestimmten Symptomen spielen könnte – insbesondere bei chronischen Schmerzen, Schlafstörungen oder einer hohen Belastung im Alltag.
Endometriose gehört zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen und betrifft Millionen Frauen weltweit. Dabei wächst gebärmutterähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter und kann chronische Entzündungen, starke Schmerzen und weitere Beschwerden verursachen.
Typische Symptome sind:
Die Behandlung kann verschiedene Bausteine umfassen:
In bestimmten Fällen kann zusätzlich geprüft werden, ob medizinisches Cannabis als ergänzende Therapieoption bei chronischen Schmerzen oder belastenden Begleitsymptomen infrage kommt.
Viele Frauen erleben regelmäßig Beschwerden rund um ihren Zyklus. Während leichte Regelschmerzen häufig sind, können starke Krämpfe, Unterleibsschmerzen oder ausgeprägte PMS-Symptome den Alltag erheblich einschränken.
Zu den häufigsten Beschwerden zählen:
Zu den etablierten Behandlungsoptionen gehören unter anderem Schmerzmittel, hormonelle Therapien, Bewegung, Wärmeanwendungen und Entspannungsverfahren.
Medizinisches Cannabis gehört derzeit nicht zu den Standardtherapien bei PMS oder Regelschmerzen. Bei besonders starken Beschwerden kann jedoch individuell geprüft werden, ob eine ergänzende Behandlung sinnvoll sein könnte.
Die Erkrankung, die lange als PCOS (Polyzystisches Ovarialsyndrom) bekannt war, wird seit 2026 offiziell als PMOS (Polyendocrine Metabolic Ovarian Syndrome) bezeichnet. Der neue Name verdeutlicht, dass nicht die Eierstöcke im Mittelpunkt stehen, sondern ein komplexes Zusammenspiel aus hormonellen, metabolischen und entzündlichen Prozessen.
PMOS kann sich sehr unterschiedlich äußern. Häufige Beschwerden sind:
Darüber hinaus ist PMOS mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und chronische Entzündungsprozesse verbunden.
Die Behandlung konzentriert sich heute nicht mehr nur auf Zyklus und Fruchtbarkeit, sondern auf die langfristige Stoffwechselgesundheit.
Aktuell gibt es keine ausreichende wissenschaftliche Evidenz, um medizinisches Cannabis als Standardtherapie bei PMOS zu empfehlen. Forschende untersuchen jedoch mögliche Zusammenhänge zwischen dem Endocannabinoid-System, chronischen Entzündungen, Stoffwechselprozessen und Schmerzen. Eine mögliche Cannabis-Therapie sollte daher immer individuell ärztlich bewertet werden.
Die Wechseljahre sind keine Erkrankung, sondern ein natürlicher Lebensabschnitt. Dennoch können die hormonellen Veränderungen für viele Frauen mit erheblichen Beschwerden verbunden sein.
Dazu gehören unter anderem:
Zu den etablierten Behandlungsmöglichkeiten zählen Lebensstilmaßnahmen, nicht-hormonelle Therapien und – je nach individueller Situation – eine Hormonersatztherapie.
Auch im Zusammenhang mit Wechseljahresbeschwerden wird untersucht, welche Rolle medizinisches Cannabis bei einzelnen Symptomen wie Schlafproblemen oder chronischen Schmerzen spielen könnte. Eine allgemeine Empfehlung besteht derzeit jedoch nicht.
Die Cannabispflanze enthält verschiedene Wirkstoffe, insbesondere THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol).
Wissenschaftlich untersucht werden unter anderem mögliche Zusammenhänge mit:
Welche Wirkstoffzusammensetzung infrage kommen könnte, hängt von den individuellen Beschwerden und der ärztlichen Einschätzung ab.
Die wissenschaftliche Datenlage zu medizinischem Cannabis in der Frauengesundheit entwickelt sich kontinuierlich weiter.
Vergleichsweise häufig untersucht wurden:
Für PMOS liegen bislang nur begrenzte Daten vor. Zwar gibt es wissenschaftliche Ansätze, die einen Zusammenhang zwischen dem Endocannabinoid-System und Stoffwechselprozessen vermuten, jedoch fehlen derzeit hochwertige klinische Studien für konkrete Therapieempfehlungen.
Deshalb sollte eine mögliche Cannabis-Therapie immer individuell und evidenzbasiert geprüft werden.
Wie jedes verschreibungspflichtige Arzneimittel kann auch medizinisches Cannabis Nebenwirkungen verursachen.
Mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem:
Ob eine Behandlung sinnvoll ist, sollte immer gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt beurteilt werden.
Wenn du herausfinden möchtest, welche Therapieoptionen bei deinen Beschwerden infrage kommen, kannst du den digitalen Behandlungsprozess über Bloomwell starten.
Beschwerden dokumentieren
Du schilderst deine Symptome, Diagnosen und bisherigen Behandlungen.
Ärztliche Einschätzung erhalten
Ein Kooperationsarzt prüft deine Angaben und bespricht mit dir mögliche Therapieoptionen.
Individuelle Therapieentscheidung
Gemeinsam wird bewertet, welche Behandlungsansätze zu deiner persönlichen Situation passen könnten.
Digitale Versorgung
Bei entsprechender medizinischer Indikation kann ein elektronisches Rezept ausgestellt und an eine spezialisierte Apotheke übermittelt werden.
In bestimmten Fällen kann eine Cannabis-Therapie bei Endometriose-bedingten Schmerzen ärztlich geprüft werden. Sie ersetzt jedoch keine etablierten Behandlungsansätze.
PMOS steht für Polyendocrine Metabolic Ovarian Syndrome und ist die neue Bezeichnung für das frühere PCOS. Der Name soll verdeutlichen, dass es sich um eine komplexe hormonelle und metabolische Erkrankung handelt – nicht nur um ein Problem der Eierstöcke.
Aktuell gibt es keine ausreichende wissenschaftliche Grundlage, um medizinisches Cannabis als Standardtherapie bei PMOS zu empfehlen. In Einzelfällen kann eine Behandlung bei bestimmten Begleitsymptomen ärztlich geprüft werden.
Die Forschung untersucht mögliche Zusammenhänge mit Schlaf, Stress und Lebensqualität. Eine allgemeine Empfehlung besteht derzeit jedoch nicht.
Nein. Cannabis ersetzt keine Hormonersatztherapie. Ob eine Cannabis-Therapie sinnvoll sein kann, sollte immer individuell ärztlich geprüft werden.
Kostenloses Rezept möglich!
Wir sind Bloomwell - deine App für medizinisches Cannabis.
Bei uns erhältst du ein Gratis Rezept oder kannst auf die ausführliche Beratung unserer Ärzte per Videosprechstunde oder Vor-Ort-Termin zugreifen.
Alles bequem und per App möglich.

Die Frage
Bei Bloomwell kannst du Cannabis-Patient werden, dein Rezept einlösen und unseren Live-Bestand prüfen
– eine große Übersicht an Blüten aus deutschen Apotheken mit Informationen zu jedem Strain.
(1) CuttlerC, Spradlin A, Cleveland MJ, Craft RM. Short- and Long-Term Effects of Cannabis on Headache and Migraine. The Journal of Pain. Mai 2020;21(5–6):722–30.
(2) Hoch E, Friemel CM, Schneider M, Herausgeber. Cannabis: Potenzial und Risiko: Einewissenschaftliche Bestandsaufnahme [Internet]. Berlin, Heidelberg: SpringerBerlin Heidelberg; 2019 [zitiert 9. September 2024]. Verfügbar unter: http://link.springer.com/10.1007/978-3-662-57291-7
(3) Pertwee RG. Pharmacology of cannabinoid CB1 and CB2 receptors. Pharmacol Ther. 1997;74(2):129-80. doi: 10.1016/s0163-7258(97)82001-3. PMID: 9336020.
(4) Andrieu T, Chicca A, Pellegata D, Bersinger NA, Imboden S, Nirgianakis K, Gertsch J, Mueller MD. Association of endocannabinoids with pain in endometriosis. Pain. 2021 Jul 27. doi: 10.1097/j.pain.0000000000002333. Epub ahead of print. PMID: 34001768.
(5) Shannon S, Lewis N, Lee H, Hughes S. Cannabidiol in Anxiety and Sleep: A Large Case Series. Perm J. 2019;23:18-041. doi: 10.7812/TPP/18-041. PMID: 30624194; PMCID: PMC6326553.
(6) Desai S, Borg B, Cuttler C, Crombie KM, Rabinak CA, Hill MN, Marusak HA. A Systematic Review and Meta-Analysis on the Effects of Exercise on the Endocannabinoid System. Cannabis Cannabinoid Res. 2021 Dec 3. doi: 10.1089/can.2021.0113. Epub ahead of print. PMID: 34870469.



