
Beschwerden

Anhaltende Niedergeschlagenheit, fehlender Antrieb oder der Verlust von Freude an Aktivitäten können den Alltag erheblich beeinträchtigen. Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und können sich auf Beruf, Beziehungen und das persönliche Wohlbefinden auswirken.
Heute stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Neben Psychotherapie und medikamentösen Therapien wird auch untersucht, welche Rolle medizinisches Cannabis bei bestimmten Patient:innen spielen könnte.
Depressionen sind mehr als eine vorübergehende schlechte Stimmung. Fachleute sprechen von einer depressiven Episode, wenn typische Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen und den Alltag deutlich beeinträchtigen.
Zu den häufigsten Symptomen zählen:
Die Ausprägung der Beschwerden kann von Person zu Person unterschiedlich sein.
Die Behandlung richtet sich nach Schweregrad, Symptomen und individuellen Bedürfnissen.
Zu den etablierten Therapieansätzen gehören:
Welche Behandlung sinnvoll ist, sollte gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt sowie gegebenenfalls psychotherapeutischen Fachkräften entschieden werden.
Medizinisches Cannabis gilt derzeit nicht als Standardtherapie bei Depressionen.
In bestimmten Situationen kann eine Cannabis-Therapie jedoch ärztlich geprüft werden – beispielsweise wenn zusätzlich andere Beschwerden bestehen oder wenn etablierte Behandlungsansätze nicht ausreichend vertragen werden.
Im Mittelpunkt stehen dabei häufig Begleitsymptome wie:
Eine Cannabis-Therapie sollte immer individuell bewertet und in ein umfassendes Behandlungskonzept eingebettet werden.
Die Cannabispflanze enthält verschiedene Wirkstoffe, insbesondere THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol).
Forschende untersuchen derzeit, wie Cannabinoide mit dem körpereigenen Endocannabinoid-System interagieren und welche Rolle dieses System bei der Regulation von Stimmung, Stressverarbeitung und Schlaf spielen könnte.
Die wissenschaftliche Datenlage zu Cannabis bei Depressionen ist derzeit jedoch begrenzt und erlaubt keine allgemeingültigen Aussagen zur Wirksamkeit.
Die Forschung zu medizinischem Cannabis bei Depressionen befindet sich weiterhin in Entwicklung.
Einige Studien und Beobachtungsdaten untersuchen mögliche Auswirkungen auf Lebensqualität, Schlaf und psychische Belastung. Gleichzeitig weisen wissenschaftliche Übersichtsarbeiten darauf hin, dass die Evidenz bislang nicht ausreicht, um Cannabis als Standardtherapie für Depressionen zu empfehlen.
Deshalb ist eine sorgfältige ärztliche Nutzen-Risiko-Abwägung besonders wichtig.
Viele Menschen mit Depressionen erleben nicht nur emotionale Belastungen, sondern auch körperliche Beschwerden.
Dazu gehören unter anderem:
Deshalb verfolgt die moderne Behandlung häufig einen ganzheitlichen Ansatz, der verschiedene Lebensbereiche berücksichtigt.
Wie jedes verschreibungspflichtige Arzneimittel kann auch medizinisches Cannabis Nebenwirkungen verursachen.
Mögliche Nebenwirkungen können sein:
Besonders bei psychischen Erkrankungen ist eine sorgfältige ärztliche Begleitung wichtig. In manchen Fällen können THC-haltige Präparate unerwünschte Auswirkungen auf Stimmung, Antrieb oder psychisches Befinden haben.
Daher sollte vor Beginn einer Therapie immer individuell geprüft werden, ob die Behandlung geeignet ist und welche Risiken berücksichtigt werden müssen.
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Zunächst machst du Angaben zu deinen Beschwerden, bisherigen Behandlungen und relevanten Vorerkrankungen.
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Gemeinsam wird bewertet, welche Behandlungsansätze für deine persönliche Situation geeignet sein können.
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Nein. Zu den etablierten Behandlungsansätzen gehören Psychotherapie und medikamentöse Therapien. Medizinisches Cannabis kann in bestimmten Fällen als ergänzende Therapieoption ärztlich geprüft werden.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Bestehende Medikamente sollten niemals eigenständig abgesetzt werden. Änderungen einer Therapie sollten immer mit den behandelnden Ärzt:innen abgestimmt werden.
THC und CBD werden hinsichtlich unterschiedlicher Wirkmechanismen untersucht. Die wissenschaftliche Datenlage entwickelt sich weiter, erlaubt derzeit jedoch keine allgemeingültigen Aussagen zur Behandlung von Depressionen.
In bestimmten Fällen kann eine Cannabis-Therapie auch im Zusammenhang mit Begleitsymptomen wie Schlafstörungen ärztlich geprüft werden. Ob dies sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation ab.
Die Entscheidung erfolgt immer individuell. Dabei werden unter anderem die Beschwerden, bisherige Therapien, Begleiterkrankungen und mögliche Risiken berücksichtigt.
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(1) Sexton M, Cuttler C, Finnell JS, Mischley LK. A Cross-Sectional Survey of Medical Cannabis Users: Patterns of Use and Perceived Efficacy. Cannabis Cannabinoid Res. 2016 Jun 1;1(1):131-138. doi: 10.1089/can.2016.0007. PMID: 28861489; PMCID: PMC5549439.
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