Die Top 10 der stärksten Schmerzmittel 2024
Die Top 10 der stärksten Schmerzmittel 2024

Schmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden, die sowohl akute als auch chronische Erkrankungen begleiten können. Besonders bei chronischen Schmerzen ist die Lebensqualität vieler Menschen stark eingeschränkt. Dabei greifen viele Patienten auf Schmerzmittel zurück, die von frei verkäuflichen nicht-opioidhaltigen Präparaten bis hin zu verschreibungspflichtigen, stark wirksamen Opioiden reichen. Im Jahr 2024 sind mehrere Schmerzmittel und Schmerztherapien weiterentwickelt worden, und insbesondere medizinisches Cannabis gewinnt als eine potenzielle Alternative in der Schmerzbehandlung zunehmend an Bedeutung.
In diesem umfassenden Blogbeitrag präsentieren wir Ihnen eine detaillierte Übersicht der Top 10 stärksten Schmerzmittel 2024. Neben einer Analyse der jeweiligen Wirkungsweisen und Anwendungsgebiete werfen wir einen genauen Blick auf die Nebenwirkungen und neuen Entwicklungen in der Schmerztherapie, insbesondere im Hinblick auf Cannabinoide als vielversprechende Alternative zu chemischen Schmerzmitteln.
Die wichtigsten Punkte
- Schmerzmittelkategorien: Schmerzmittel lassen sich in zwei Hauptgruppen unterteilen: Opioide und Nicht-Opioide.
- Stärkste Schmerzmittel: Zu den am häufigsten verschriebenen, hochwirksamen Schmerzmitteln zählen Opioide wie Sufentanil, Remifentanil, Fentanyl und Buprenorphin.
- Medizinisches Cannabis: Eine alternative Schmerztherapie, insbesondere für chronische Schmerzpatienten. Es hat das Potenzial, den Opioidbedarf zu senken und somit das Risiko von Abhängigkeit und schweren Nebenwirkungen zu minimieren.
- Durch die Einnahme von Cannabis kann der Bedarf an opioidhaltigen Schmerzmitteln oftmals verringert werden. Bei Bloomwell bieten wir dir die Möglichkeit einer ärztlichen Behandlung mit medizinischem Cannabis.
Schmerzmittel: Eine Kategorisierung
Opioide: Hochwirksame Schmerzmittel bei starken Schmerzen
Opioide gehören zu den stärksten Schmerzmitteln und werden bei intensiven Schmerzzuständen verschrieben, beispielsweise nach schweren Operationen oder bei Krebsschmerzen. Diese Medikamente binden an Opioidrezeptoren im Gehirn und Rückenmark, wodurch die Schmerzwahrnehmung blockiert wird.
Jedoch haben Opioide auch eine hohe Missbrauchsgefahr, weshalb eine streng kontrollierte Anwendung unter ärztlicher Aufsicht notwendig ist. Opioide wie Fentanyl, Morphin und Sufentanil zählen zu den effektivsten Präparaten bei schwerem Schmerz, aber auch zu den riskantesten aufgrund der Gefahr von Atemdepression und Abhängigkeit.
Nicht-Opioide: Die erste Wahl bei leichten bis mäßigen Schmerzen
Nicht-opioidhaltige Schmerzmittel sind oft die erste Wahl bei geringeren Schmerzen und sind in vielen Fällen rezeptfrei erhältlich. Dazu gehören bekannte Wirkstoffe wie Ibuprofen, Paracetamol und Acetylsalicylsäure (ASS). Diese Medikamente wirken in der Regel über die Hemmung der Prostaglandinsynthese, die an der Schmerz- und Entzündungsbildung beteiligt ist. Sie sind besonders nützlich bei Kopfschmerzen, Zahnschmerzen oder Fieber, aber auch hier gibt es Nebenwirkungen, wie Magenschmerzen oder Nierenschäden bei Langzeitanwendung.
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Die 10 stärksten Schmerzmittel 2024 im Überblick
Zu den zehn stärksten Schmerzmitteln gehören verschiedene Opioid-Derivate sowie medizinisches Cannabis. Hier sind sie nach ihrer analgetischen Potenz absteigend geordnet. Die analgetische Potenz misst die schmerzlindernde Wirkung im Vergleich zu Morphin, welches als Referenzwert den Faktor 1 hat.
1. Sufentanil
- Analgetische Potenz: 700-1000
- Anwendung: Sufentanil gilt als das stärkste Schmerzmittel in der Humanmedizin und wird vor allem in der Intensivmedizin und bei schweren chirurgischen Eingriffen verwendet. Es ist etwa 500-1000 Mal stärker als Morphin und hat eine sehr kurze Wirkdauer.
- Nebenwirkungen: Zu den Hauptrisiken gehören Atemdepression, Blutdruckabfall und Bradykardie.
2. Remifentanil
- Analgetische Potenz: 200
- Anwendung: Dieses Medikament findet vor allem in der Anästhesie Anwendung. Es zeichnet sich durch eine extrem schnelle Wirkung aus, was es ideal für chirurgische Eingriffe macht, bei denen eine schnelle Steuerbarkeit erforderlich ist.
- Nebenwirkungen: Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Atemdepression, Übelkeit und Hypotonie.
3. Fentanyl
- Analgetische Potenz: 100
- Anwendung: Fentanyl wird oft in Form von Pflastern verabreicht, was eine konstante Wirkstoffabgabe ermöglicht. Es ist ungefähr 100-mal stärker als Morphin und wird bei chronischen Schmerzen, etwa bei Krebspatienten, eingesetzt.
- Nebenwirkungen: Ein hohes Risiko für Atemdepression und Überdosierung besteht besonders bei unsachgemäßer Anwendung.
4. Medizinisches Cannabis
- Analgetische Potenz: 65
- Anwendung: Im Jahr 2024 gewinnt medizinisches Cannabis als alternative Schmerztherapie immer mehr an Bedeutung, insbesondere bei chronischen Schmerzen. Es reduziert Schmerzen, Entzündungen und hilft, den Bedarf an Opioiden zu senken. Die Wirkstoffe THC und CBD interagieren mit dem Endocannabinoid-System des Körpers und können Entzündungen sowie Schmerzsignale reduzieren. Ein großer Vorteil von Cannabis ist die Reduktion der benötigten Opioiddosen, was gleichzeitig das Risiko für Nebenwirkungen und Abhängigkeit senkt. In einer Studie aus dem Jahr 2023 wurde festgestellt, dass durch die zusätzliche Einnahme von medizinischem Cannabis der Bedarf an Opioiden um bis zu 50 % reduziert werden konnte. [1]
- Nebenwirkungen: THC kann Euphorie, Paranoia, Stimmungsschwankungen und kognitive Beeinträchtigungen verursachen.
5. Buprenorphin
- Analgetische Potenz: 30
- Anwendung: Dieses Schmerzmittel wird sowohl zur Schmerztherapie als auch zur Substitutionstherapie bei Opioidabhängigkeit verwendet. Es ist in verschiedenen Darreichungsformen wie Pflastern und Tabletten erhältlich.
- Nebenwirkungen: Neben Schwindel und Übelkeit kann es auch zu Atemdepression kommen.
6. Alfentanil
- Analgetische Potenz: 20-30
- Anwendung: Wie Remifentanil wird auch Alfentanil häufig in der Anästhesie verwendet, da es eine kurze Halbwertszeit hat und somit schnell steuerbar ist.
- Nebenwirkungen: Zu den häufigen Nebenwirkungen zählen Atemnot, Hypotonie und Bradykardie .
7. Hydromorphon
- Analgetische Potenz: 7,5
- Anwendung: Hydromorphon ist ein starkes Opioid, das häufig zur Behandlung starker Schmerzen, insbesondere nach Operationen, eingesetzt wird.
- Nebenwirkungen: Zu den typischen Nebenwirkungen gehören Schwindel, Verstopfung und Atemdepression.
8. Levomethadon
- Analgetische Potenz: 3-4
- Anwendung: Levomethadon wird sowohl in der Schmerztherapie als auch in der Opioid-Substitution eingesetzt. Es hat eine längere Halbwertszeit als Morphin und ist weniger anfällig für Missbrauch.
- Nebenwirkungen: Übelkeit, Schwindel und Atemdepression können auftreten .
9. Oxycodon
- Analgetische Potenz: 2
- Anwendung: Oxycodon wird häufig bei mittelstarken bis starken Schmerzen verschrieben und ist doppelt so stark wie Morphin. Es kann oral als Tablette eingenommen werden.
- Nebenwirkungen: Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Schwindel, Übelkeit und Atemdepression .
10. Morphin
- Analgetische Potenz: 1
- Anwendung: Morphin ist das Referenzpräparat für opioidhaltige Schmerzmittel und wird bei schweren Schmerzen eingesetzt.
- Nebenwirkungen: Trotz seiner langen Verwendungsgeschichte ist es wegen seiner starken Nebenwirkungen wie Atemdepression und Abhängigkeit gefürchtet.
Medizinisches Cannabis: Eine vielversprechende Alternative bei chronischen Schmerzen
In den letzten Jahren hat sich medizinisches Cannabis als wichtige Alternative zu traditionellen opioidhaltigen Schmerzmitteln herausgestellt. Vor allem bei Patienten mit chronischen Schmerzen, wie zum Beispiel Fibromyalgie oder neuropathischen Schmerzen, zeigt Cannabis vielversprechende Resultate [2]. Studien belegen, dass die Kombination von THC und CBD die Schmerzwahrnehmung und die Entzündungsreaktion des Körpers effektiv modulieren kann [3].
Ein entscheidender Vorteil von Cannabis in der Schmerztherapie liegt darin, dass es den Opioidbedarf signifikant senken kann, was gleichzeitig das Risiko für Nebenwirkungen und Abhängigkeit verringert.
Fazit: Individuelle Schmerztherapie ist entscheidend
Die Wahl des richtigen Schmerzmittels sollte stets in Absprache mit einem Arzt erfolgen. Während Opioide bei schweren Schmerzen oft unverzichtbar sind, kann die Einnahme von medizinischem Cannabis als Ergänzung oder Alternative eine sicherere Option darstellen. Es ist besonders für Patienten mit chronischen Schmerzen vielversprechend, da es den Opioidbedarf und das Abhängigkeitsrisiko reduzieren kann.
Für 2024 sind sowohl Weiterentwicklungen im Bereich der Opioide als auch der verstärkte Einsatz von Cannabinoiden wegweisend für die Schmerztherapie.
Wie werde ich Cannabis-Patient?
n Deutschland ist es möglich, dass medizinisches Cannabis zur Linderung chronischer Schmerzen von einem Haus- oder Facharzt verschrieben wird. Um die Kosten von der Krankenkasse erstattet zu bekommen, muss jedoch ein Antrag gestellt werden.
Chronische Schmerzen gelten inzwischen als anerkannter Grund für eine Verschreibung von Cannabis. Dennoch wird Cannabis als Medikament nur dann verordnet, wenn andere Therapieansätze nicht erfolgreich waren oder eine Behandlung mit Opioiden medizinisch nicht empfohlen wird.
Bei Bloomwell haben wir uns das Ziel gesetzt, Patient
den Zugang zu medizinischem Cannabis zu erleichtern. Über unsere digitale Plattform kannst du auf einfache Weise eine Behandlung beantragen. Du musst lediglich deine Diagnose hochladen und den medizinischen Fragebogen online ausfüllen. Das Screening ist kostenlos. Sollte eine Behandlung mit Cannabis für dich infrage kommen, bekommst du innerhalb einer Woche einen Termin bei einem unserer Cannabis-Experten. Während des Erstgesprächs hast du die Möglichkeit, deine Fragen zu stellen und von einem Kooperationsarzt oder einer Kooperationsärztin einen Therapieplan zu erhalten, der individuell auf dein Alter, deine Gesundheit und deine bisherigen Medikamente abgestimmt wird. Falls möglich, können die Folgetermine auch per Videosprechstunde abgehalten werden oder du stellst eine Rezeptanfrage für dein Folgerezept.
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Quellenangaben
[1] Gastmeier, K., Gastmeier, A., Rottmann, F. et al. Cannabinoide reduzieren den Opioidverbrauch bei älteren Schmerzpatienten. Schmerz 37, 29–37 (2023). https://doi.org/10.1007/s00482-022-00642-0
[2] Schürmann N, Horlemann J, Binsfeld H, Maurer S. Gute, späte Wahl: Medizinisches Cannabis in der Praxis: Vier Fallberichte zu Schmerzen und PTBS. Schmerzmed. 2022;38(5):64–6. German. doi: 10.1007/s00940-022-4009-9. Epub 2022 Sep 12. PMCID: PMC9464483.
[3] Savage, S. R., Romero-Sandoval, A., Schatman, M., Wallace, M., Fanciullo, G., McCarberg, B., & Ware, M. (2016). Cannabis in Pain Treatment: Clinical and Research Considerations. The Journal of Pain. Elsevier BV. https://doi.org/10.1016/j.jpain.2016.02.007
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